5. Oktober 2020

Neuausrichtung der DIN/TS 26059 für Überfüllsicherungen

Zusammenarbeit von IGR und Namur erspart Betreibern hohe Umrüstkosten
Abb. zwei Tanks
Bild: Eduardo Cano Photo Co.

Im Mai 2020 erschien der Entwurf der DIN/TS 26059 ("Bauteile für Überfüllsicherungen für gewässergefährdende Flüssigkeiten"), der eine Verschärfung der bisherigen Anforderungen an die verwendeten Bauteile (u.a.: Steuerung, Meldeeinrichtung, Stellglied) an jeder Überfüllsicherung (ÜS) vorsah, obwohl keine Hinweise auf systematische bzw. gefährliche Gerätefehler bei den bisher eingesetzten Überfüllsicherungen vorliegen.

Die IGR hat bei der Mitarbeit im DIN-Arbeitskreis frühzeitig auf die Problematik hingewiesen. Gemeinsam mit den Experten aus den Kompetenzcentern wurden die wesentlichen kritischen Punkte identifiziert und in die Normung eingebracht.

Neben Änderungen im Titel und Anwendungsbereich wird die Norm nun in zwei Teile gegliedert:

  1. Überfüllsicherungen, die der Hersteller in kompakter Ausführung liefert
  2. Überfüllsicherungen, die der Betreiber in Eigenverantwortung aufbaut.

Teil 2 wird unter wesentlicher Mitwirkung der IGR-Kompetenzcenter erstellt. Das Ziel ist, am bewährten Weg von der Gefährdungsbeurteilung über die Planung und Errichtung bis zum Betrieb festzuhalten und somit den Stand der Technik in der Normung abzusichern.

Die Zusammenarbeit von IGR und Namur erspart Betreibern dadurch hohe Umrüstkosten. In Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen wassergefährdender Stoffe (LAU-Anlagen) in Deutschland werden derzeit ca. 10.000 ÜS verwendet; die Kosten für eine Umrüstung betragen jeweils bis zu 12.000 €.

Die IGR dankt allen Beteiligten für die Unterstützung.