Wissen für die Praxis
Wissen für die Praxis
Die Elektro-, Mess- und Regeltechnik (EMR-Technik) trägt wesentlich zu einem sicheren, hochverfügbaren und kostengünstigen Anlagenbetrieb bei. Regelwerke sowie deren praxisgerechte Umsetzung bilden dafür die Basis. Den Wissenserwerb zur EMR-Technik unterstützt ein Labor zur Eignungsprüfung von Komponenten. Der Austausch in den Arbeitskreisen, Seminaren und PLT-Fachgesprächen bringt mehr Sicherheit und Effizienz für die Mitgliedsunternehmen. Beispielhaft dafür sind Listen für betriebsbewährte Geräte, Warnhinweise und Feststellungen sowie Typprüfungen von Feldgeräten und Aktoren.
Die IGR-Expertise umfasst:
Der aktuelle Stand des Vortragsprogramms zum IGR-Erfahrungsaustausch 2026 ist da: Freuen Sie sich auf praxisnahe Fachvorträge, unter anderem von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz zu PFAS sowie von Siemens, Clariant, Bilfinger und Emerson.
Ergänzt wird das Programm durch einen Vortrag des renommierten Zukunftsforschers Max Thinius und starke Ausstellerinnen und Austeller wie KSB, TÜV Hessen, Emerson und Pepperl+Fuchs.
Kernthemen: Resiliente Produktionsprozesse, gezielter Ressourceneinsatz und neue digitale Geschäftsmodelle
Mörfelden/Walldorf. Wie bringen Anlagenbetreiber Künstliche Intelligenz von der Pilotphase in die Produktion? Antworten liefert ein Erfahrungsaustausch am 30. September/1. Oktober 2026 im Bürgerhaus in Mörfelden/Walldorf. Diskutiert wird, wie KI dazu beiträgt, Innovationen gezielt voranzutreiben, Prozesse zukunftssicher auszurichten und Kundenbedürfnisse noch besser in den Mittelpunkt zu stellen.
Dieses Jahr lädt die IGR wieder zu ihrem Erfahrungsaustausch ins Bürgerhaus nach Mörfelden-Walldorf ein. Unter dem Leitthema „Künstliche Intelligenz in der Prozessindustrie“ gibt es viele interessante Fachvorträge aus den Bereichen Mechanik und Verfahrenstechnik, Prozess-Sicherheit, EMR und Werkstofftechnik.
Der erstmals öffentlich durchgeführte Ex-Erfa der IGR bot für jeden etwas. Die von Infraserv organisierte Veranstaltung wurde von den Teilnehmern für ihren Praxisbezug sehr gelobt. Die vielseitigen Themen, wie zum Beispiel die Vorstellung von Problemen bei der Instandsetzung von Zellradschleusen und die praktische Anwendung eines Instandhaltungskonzepts für Geräte und Installationen im Ex-Bereich, fanden großen Anklang. Wir freuen uns jetzt schon auf den Ex-Erfa 2026!
Die IGR und infraserv veranstalten erstmals am 07.05.2025 gemeinsam einen Workshop zur Prüfung befähigter Personen.
Informationen zum Programm und Veranstaltungsort finden Sie im unten angehängten Flyer.
Wir freuen uns darauf, Sie dort zu sehen!
Der durch die IGR forcierte Demonstrations- und Test-Aufbau in einem Labor soll realistische Mess- und Diagnosedaten bereitstellen. Gerätehersteller, Forschungsinstitute, Softwareunternehmen und Anwender können sie nutzen. Ziel ist es, Software- und Hardware-Lösungen zu entwickeln sowie Industrie-4.0-Komponenten praktisch zu prüfen. IT-Security-Maßnahmen werden berücksichtigt und Standards zur Übertragung von Gerätedaten forciert.
Per- und polyfluorierte Stoffe (PFAS), insbesondere Fluorpolymere, kommen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie vielfach zum Einsatz. Das Umweltbundesamt und Behörden mehrerer europäischer Staaten haben jetzt einen Vorschlag zur weitreichenden Beschränkung von PFAS bei der bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA eingereicht.
Das de facto Pauschalverbot mehrerer tausend Stoffe könnte die chemische, pharmazeutische und petrochemische Industrie ins Abseits drängen. Ohne adäquate Alternativen droht eine Abwanderung weiterer Produktions- und Fertigungsverfahren ins außereuropäische Ausland. Mögliche Folgen? Höhere Emissionen und verfehlte Umweltziele. Die IGR fordert deshalb umfangreiche Ausnahmeregelungen für unbedenkliche PFAS – wie bspw. Fluorpolymere – und alternativlose PFAS im industriellen Einsatz.REV BLU_IGR-Position PFAS_F
Thermometer mit sogenannten „SIL-Zertifikaten“ werden lt. Hersteller nach der DIN EN/IEC 61508 entwickelt und bewertet. Das Zertifikat soll die SIL 2- oder SIL 3-Eignung bestätigen. Ein solches Zertifikat ist nach Ansicht der IGR jedoch nicht nötig. Denn bei einfachen Produkten wie Thermometern treten in der Regel einfache systematische Fehler auf. Diese werden zudem durch Messumformer ausreichend diagnostiziert. Das Positionspapier bietet Betreibern eine Hilfestellung bei der Auswahl geeigneter Thermometer.
Hersteller und Lieferanten bewerben Thermometer immer häufiger mit Bescheinigungen, welche die Eignung für Ex-Bereiche gemäß der ATEX-Richtlinie bestätigen sollen. Die IGR hält eine dahingehende Baumusterprüfung für nicht notwendig, da u. a. Thermometer als einfache elektrische Betriebsmittel unter den üblichen Voraussetzungen sich nicht nennenswert erwärmen.
Die konstruktive Lebensdauer sollte in den technischen Datenblättern enthalten sein – sowohl für den Betrieb als auch für die Lagerzeit. Sie sollte mindestens 20 Jahre betragen. Diese Position wird als Vorlage in die NAMUR-AK 3.1 Sensortechnik eingebracht und innerhalb der IGR stetig weiterbearbeitet.
Einige Hersteller haben die Forderung nach SIL-Geräten so verstanden, dass ein Gerätetyp bis zu drei Hard- und Software-Varianten haben kann. Diese zeigen ein teils unterschiedliches, von NAMUR-Vorgaben abweichendes Verhalten. Das ist für die Prozessindustrie nicht sinnvoll und sollte sich ändern. Die IGR verfolgt das Thema im NAMUR-AK 4.5 weiter. Das Ergebnis wird in der NE 131 veröffentlicht.
Neu auf dem Markt sind Geräte, mit denen sich Feldgeräte mittels Webserver und/oder Apps drahtlos (z. B. via Bluetooth) bedienen lassen. Die IGR empfiehlt, diese aus Sicherheitsgründen nur zum Auslesen von Daten und Parametern zu verwenden.
Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2022
Nach dem Erscheinen der TRBS 1115 stellt sich die Frage nach der Umsetzung auf Betreiberseite. Dieses Positionspapier interpretiert das Dokument des ABS (Ausschuss für Betriebssicherheit) im Hinblick auf die Anforderungen bestehender Regelwerke für die Funktionale Sicherheit und den Explosionsschutz (z. B. IGR GT 53-0004/Sicherheitsrichtlinie 4) in der chemischen und pharmazeutischen Industrie.
Bei IGR-Mitgliedern gilt das ITOP-Prinzip, wobei alle möglichen Maßnahmen bei der Gefährdungsbeurteilung in Erwägung gezogen werden. Druckbehälter bzw. drucktragende Ausrüstungsteile fallen in den Geltungsbereich der AD 2000-A6, wenn sie durch PLT-Sicherheitseinrichtungen abgesichert werden. Das Positionspapier bezieht sich auf das AD 2000-A6 Merkblatt und setzt es in den Gesamtkontext der Gefährdungsbeurteilung.
Anwender stehen vor Herausforderungen, wenn sie elektrotechnische Materialien beschaffen: Gefälschte Produkte (Plagiate) sind oftmals minderwertig, nicht funktionssicher und nicht sofort von Originalware zu unterscheiden. Diese Guideline Technik hilft ihnen, technisch einwandfreie Produkte als Originalware zu erhalten. Das trägt zum Schutz von Leib und Leben bei und vermeidet Sachschäden. Die Guideline zeigt Wege auf, wie sich Qualitätsmerkmale von Handelsware feststellen und eigene Regelungen erarbeiten lassen. Das beinhaltet auch Hinweise zum Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern, Behörden, Prüfstellen und sonstigen Organisationen.